Essensreste statt Tierfutter?

Einige Haustierbesitzer geben ihren Tieren gern Reste von eigenen Mahlzeiten. Dies ist aber in vielen Fällen durchaus riskant und kann dem Tier erheblichen Schaden zufügen.
Vor allem bei kleineren Vierbeinern wie Hunden oder Katzen ist die Angewohnheit verbreitet, den Tieren ab und zu oder auch regelmäßig Teile der eigenen Speisen zu geben. Die Wurstenden für den Hund, ein bisschen Fisch für die Katze – man will das Haustier verwöhnen und ihm etwas von den eigenen kulinarischen Freuden gönnen.
Damit tut man dem Tier jedoch oft keineswegs etwas Gutes. Die Speisen, die wir für uns zubereiten, sind für unseren Körper und unser Verdauungssystem vorgesehen. Tiere haben einen anderen Körper und können einige Stoffe, die in unserem Essen enthalten sind, nicht abbauen. Somit stellen gewisse Speisen sogar eine Gefahr für die Tiere dar.

Gewürze als Gift

Aufgrund fehlender Enzyme und Körperstoffe sind zum Beispiel gewürzte und gesalzene Speisen für Hunde und andere Tiere nicht geeignet. Sie können auch Leber und Niere der Tiere schädigen. Da die Hundemägen außerdem beispielsweise von der Evolution für rohes Fleisch optimiert wurden, sind auch gekochte oder gegarte Speisen problematisch. Damit fallen schon einmal ein großer Teil der menschlichen Mahlzeiten aus der Kategorie “gut fürs Tier” heraus. Auf gar keinen Fall sollten darüber hinaus Süßigkeiten oder ähnliche künstlich hergestellte Produkte verfüttert werden. Die meisten Tiere können viele Stoffe nur in sehr kleinen Mengen vertragen und an einer Überdosis sterben – was für Menschen eine Freude ist, kann für Tiere ein Gift sein.
Auch bei augenscheinlich harmlosen Speisen wie Nudeln oder Kartoffeln muss bedacht werden, dass diese das Tier dick machen können und es bei einer zu regelmäßigen Fütterung sein normales Futter verschmähen könnte. Sicherlich lässt sich ein Haustier auch an gewisse, harmlose Speisen gewöhnen – jedoch wird es dann aller Wahrscheinlichkeit nach immer wieder diese Speise verlangen. Wenn es einmal vom Tisch gefüttert wird, kommt es immer wieder.

Lieber normales Futter

Insgesamt lässt sich feststellen, dass Essensreste nur sehr bedingt und sehr begrenzt für Haustiere geeignet sind. Da die Körper der Tiere anders aufgebaut sind als die von Menschen, besteht immer ein Risiko, dem man möglichst von Anfang an ausweichen sollte. Dem Tier tun normale, in unzähligen Fachgeschäften erhältliche Tierfutter-Leckereien mit SIcherheit besser als Reste unserer Mahlzeiten. Deswegen ist das Motto “Essensreste statt Tierfutter” keines, was prinzipiell unterstützt werden sollte.

 
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